• Sara

Über Django & Quad fahren

(5. Tag 29.05.)

Django - 5 Jahre, verspielt und die coolste Socke überhaupt. Angst hat der junge Appaloosa im Grunde vor nichts, auch nicht vor einer Zurechtweisung seiner Gruppe. Denn Django spielt gerne, er rüpelt und hat nicht sonderlich viel Respekt vor dem Raum anderer, weder Pferd noch Mensch. Mit diesem Verhalten erinnert auch er mich an mein Trainingspferd Tano zu Hause. So wie Tano permanent nach uns schnappte, dreht Django unermüdlich den Kopf zu einem, knabbert und fummelt mit der Lippe nach Leckereien, latscht einem über die Füße und hält absolut keinen Abstand wenn man ihn nicht ausdrücklich darum bittet. Unerwünschtes Verhalten wird hier in der Regel nicht bestraft, sondern ignoriert bzw. korrigiert. Von daher brauche ich einen noch längeren Atem als Django, seinen Kopf immer wieder, mit erhöhendem Druck natürlich da ich ihn sonst einfach auf meine Aktion desensibilisiere, zur Seite zu schieben. Dann tatsächlich, bleibt er tiefen entspannt mit hängendem Kopf neben mir stehen ohne ewig rumzuhampeln. Ruhe bewahren und konsequent sein. 

Heute früh habe ich mit ihm Bodenarbeit gemacht. Mit dem Führen begonnen, habe ich heute schon ganz deutlich gespürt wie ich lediglich über das Vorlehnen meines Oberkörpers angehen kann. Oft macht man beim Angehen den Fehler zu überraschend und zu schnell zu sein, so dass das Pferd einfach nicht hinterher kommt oder man schlurft ohne jegliche Energie los was dem Pferd keinerlei Anreiz gibt mitzukommen. In den letzten Tagen war diese Vorlehn-Bewegung oft noch zu hektisch, doch führe ich sie langsam aber bestimmt durch wie heute, geht Django aufmerksam und direkt mit mir gemeinsam an (Video: Instagram). 

Des weiteren übten wir an Vor- und Hinterhandwendung, Rückwärts richten aus verschiedenen Positionen, Folgen und Hinlegen. Für mich sind diese beeindruckenden Zirkuslektionen wie beispielsweise Liegen, Spanischer Schritt und Steigen keine Tricks die man mal eben so beibringt. Meiner Meinung nach muss ein Pferd bereit dazu sein. Zum Liegen muss es vertrauen, da das Pferd sich nun mal in eine Position begibt aus der es nur schlecht fliehen kann. Zum Spanischen Schritt muss es Spiel verstanden haben, da der Spanische Schritt in der Natur der Pferde eine Bewegung aus dem Kampf darstellt und auch im Militär genutzt wurde um in Fußtruppen hinein zu reiten und das ist einfach genetisch verankert. Beim Spanischen Schritt sind die meisten Pferde gleich erregt, es werden bestimmte Hormone ausgeschüttet und es fällt ihnen schwer das Spiel von der Verteidigung zu trennen. Beim Steigen ist es im Grunde das Gleiche, auch wenn es nicht nur im Kampf sondern auch bei Raufereien von jungen Pferden, also im Spiel, auftreten kann. Django allerdings - die coolste Socke überhaupt, ist all dem mit seinen 5 Jahren augenscheinlich gewachsen. Er sieht nichts böses in der Welt, vertraut daher schnell und spielt ohne jegliche Dominanz.


Tja und eh man sich versieht werden Pläne in Taten umgesetzt: Gestern schrieb ich noch davon wie gerne ich Quad fahren lernen würde, heute war es soweit! Nachdem ich um die Ferienwohnungen herum das Unkraut gezupft hatte, machte ich mich gemeinsam mit Ellen an das Ausmisten der Boxen - wie gesagt ist es ein Austauschverhältnis hier. Die vollen Mistkarren werden allerdings nicht mühsam per Hand gefahren, nein nein, mit dem Quad geht’s mit Vollgas zum Misthaufen - Vollbremsung muss geübt sein, rückwärts fahren, Mist abladen, nicht vom Weg abkommen, speed geben - meine erste Quad Tour :D … (Fortsetzung folgt)

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