• Sara

Über Spiegel & eine Pause

(Tage 13&14, 06.-07.06.)

Gestern morgen (06.06.) sind Ellen und Michael mit einem Camper los um sich ein paar Tage Urlaub und Auszeit zu gönnen. Das bedeutete das ich allein auf La Batie bin, aber mit den drei Wachhunden Laia, Flèche und Bo sollte das keine Schwierigkeit sein ;) Dennoch muss ich zugeben das es ziemlich komisch war so ganz allein hier zu sein. Vor eine Woche waren es durch die Urlauber noch über 20 Leute, dann nur noch Ellen, Michael und ich und dann schließlich nur noch die Hunde und ich. So ganz allein schien sich die Landschaft noch größer und weiter zu erstrecken als bisher aber dennoch fühlte ich mich irgendwie wohl. Gestern habe ich also eigenständig mit Morante und Grammy etwas Bodenarbeit gemacht. Mit Morante das Selbe wie am Vortag vor dem Reiten nur eben ausführlicher. Mit Grammy nur ein wenig Spielerei, da er wegen seiner kaputten Gelenke etwas eingeschränkter ist. Den restlichen Tag ging ich meinen Aufgaben des Unkraut beseitigen und Wohnungen putzen nach.. Mit der Abreise von Ellen und Michael zogen allerdings auch die drei Hunde bei mir in der Wohnung ein. Da sie aber wirklich alle drei ganz lieb sind, super hören und im Grunde nur essen und etwas beschäftigt werden wollen, gestaltete sich auch das als unproblematisch ;) Lediglich an ihren Wachhund-Instinkt und das viele Gebelle musste ich mich gewöhnen - von meinem Schäfchen zu Hause bin ich das ja nicht gewöhnt. Nachdem ich mit den drei Hunden und einer Katze, die immer gerne mit dabei ist, noch mal runter ins Tal spaziert bin ließen wir den Abend zu viert, begleitet vom regen, ruhig ausklingen. 

Heute Morgen kam ich kaum die Treppe runter mit so viel Euphorie begrüßten die drei mich! Ein kleiner Morgenspaziergang, Bodenarbeit mit Django, Unkraut rupfen und weiter Wohnungen putzen beschrieben dann heute meinen Tag, dazu natürlich aber auch Freizeit zum lesen & Co. Ich hatte mich dazu entschlossen heute nichts mit mehr den anderen Pferden zu machen, außer ein wenig krabbeln und putzen. Bei der Bodenarbeit mit Django lief zwar alles gut aber dennoch merkte ich das weder er noch ich hundertprozentig bei der Sache waren… 

Ich bin seit knapp zwei Wochen hier und habe mich jeden Tag mit mindestens einem Pferd beschäftigt. Das war und ist wirklich toll, weil es ja auch immer nur kurze Einheiten waren und somit weder ich noch die Pferde überfordert wurden. Dennoch ist es jeden Tag, nach knapp 2 Wochen war mir einfach mal nach einem Tag ohne etwas von den Pferden zu fordern, das habe ich nach der Einheit mit Django gemerkt. Ich weiß nicht ob ich da mehr an die Pferde oder mich gedacht habe, aber es fühlte sich danach an heute mal allen "frei" zu geben. 

Zu Hause merke ich auch manchmal wie mir an manchen Tagen gar nicht danach ist etwas von den Pferden abzufragen oder zu fordern. Ich denke es liegt daran das ich an solchen Tagen eher nachdenklich bin, meine Gedanken dann nicht so einfach ziehen lassen kann und daher nicht voll und ganz beim Pferd bin. Das merkt es einfach, denn Pferde spiegeln Emotionen. Dann beschäftige ich mich obwohl ein Pferd vor mir steht, im Grunde mit mir selbst. Das ist auch gut, manchmal ist das genau der Weg oder eine gewonnene Ablenkung, aber manchmal fühlt es sich einfach danach an nichts von einem Pferd fordern zu wollen, auch ohne beschäftigende Gedanken wie heute :) Dann bleibt es einfach bei einem Sein mit den Pferden... (Fortsetzung folgt)

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