• Sara

Anti-Schreck Training mal anders!

( Tag 15, 8.06.)

Freitag haben wir eine Runde Anti-Schreck oder auch Gelassenheits-Training gemacht. Oder eher gesagt haben wir es versucht, versucht die Pferde zu erschrecken. Das war allerdings leichter gesagt als getan. Bis auf Viento der einer Plastik Tüte skeptisch gegenüber stand und Morante der einer Plane zu Beginn nicht traute, war es mehr ein Entertainment Programm für Ellen und mich als das die Pferde irgendetwas zu tun hatten. Gerade Django und Fardon waren so cool, man sah ihnen die Langeweile und Gelassenheit wirklich ins Gesicht geschrieben! Fardon muss sich gefragt haben wann der ganze Quatsch wohl ein Ende hat und Django lief allem super neugierig hinterher. Dennoch hatte ich ja mit Viento und Morante, den beiden Schimmeln, wenigstens ein bisschen was zum desensibilisieren und gewöhnen und dabei kommt es auf so einiges an: Man selbst, sollte natürlich unerschrocken und total gelassen den jeweiligen Gegensänden gegenüber sein und sich wenn möglich nicht mit erschrecken wenn das Pferd zuckt oder einen Hüpfer macht. Damit signalisiert man Unsicherheit und im Grunde auch eine Berechtigung dafür sich zu erschrecken. Ruhe und Entspannung ausstrahlen ist also das A&O. Wenn ich ein Pferd an einen Gegenstand gewöhne nehme ich ihn zunächst in die Hand (Beispiel Tüte) oder führe das Pferd dorthin (Beispiel Plane) um selbst zu schauen. Der erste Schritt ist dann für mich immer dass das Pferd von sich aus zuerst den Gegenstand berührt oder zu mindestens hinsieht. So kann man nach und nach in kleinen Schritten erhöhen und das Pferd mit dem Gegenstand berühren und Lärm machen. Sobald es auch nur das kleinste Signal der Entspannung zeigt, loben und Pause! Das kann durch Schnauben, Kauen, Kopf senken oder auch zum Gegenstand schauen, gezeigt werden. Man muss trotz des ganzen Spaßes also aufmerksam und konzentriert sein um den Bogen für das Pferd nicht zu überspannen!

Wenn ein Pferd sich dann mal erschreckt und zur Seite springt oder nicht stehen bleiben will ist es wichtig nicht aufzuhören, wenn es geht. Viento zum Beispiel hatte sich eigentlich schon an die Tüte gewöhnt, doch aus dem Nichts erschrak er trotzdem, machte einen kleinen Satz dem ich zum Glück folgen konnte und drehte sich dann im Kreis. Zunächst habe ich versucht mit der Tüte an der selben Stelle mitzulaufen doch irgendwann war er flinker und umrundete mich, da konnte ich den Kontakt zwischen ihm und der Tüte natürlich nich mehr halten. Wenn man in solchen Momenten nämlich zu schnell den Gegenstand entfernt, erreicht das Pferd ja genau sein Ziel, das entspricht aber nicht unserem der Desensibilisierung. Also dran bleiben und erst erlösen wenn das Pferd sich entspannt. Wenn es geht. Im Fall mit Viento musste ich auch den Kontakt unterbrechen und noch mal kurz von Vorne beginnen. Tüte zeigen, Schnuppern lassen und dann wieder an die Stelle bei der er sich zuvor erschrocken hatte. Er war zwar nicht tiefen entspannt aber blieb immerhin ruhig stehen - gut, reicht für heute. Video und Bilder gibt es zu genüge bei Instagramzu sehen also schau dort mal vorbei! Für die nächsten beiden Tage waren tolle Ausritte geplant... (Fortsetzung folgt)

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